Ungläubig schauten Schulkinder der Heinz-Barth-Schule mit verschlafenen Augen am vergangenen Freitag auf den Schulhof. War alles nur ein Traum? Stand hier bis gestern Abend nicht das Zirkuszelt? Hatten sie nicht eine Woche Zirkus erlebt? Waren sie nicht sogar als Zirkuskünstler aufgetreten und zu „Stars der Manege“ geworden?
Ja, natürlich! Es war genauso. Nachdem am letzten Samstag der Projektzirkus Hein mit vielen, vielen Helfern aus der Elternschaft sein Zelt auf dem Schulhof aufgeschlagen hatte, ging es am Montag endlich los. In zwei Gruppen eingeteilt studierten jeweils ca. 100 Kinder bei staatlich geprüften Artisten die unterschiedlichsten Zirkusnummern ein: Hier wurden Ziegen und Tauben dressiert, Zaubertricks geübt, Clown-Sketche wieder und wieder so trainiert, dass sie wirklich lustig sind (hat auch funktioniert), Seiltanzchoreographien so oft wiederholt, bis jeder Schritt saß. Die Fakire liefen so oft über das Nagelbrett und über Glasscherbenteppich, bis ihnen die scharfen Spitzen und Kanten nichts mehr ausmachten; die Schlangentänzerinnen überwanden ihre Scheu und bändigten den Riesenpython “Willi“, mit dem sie schließlich auftreten wollten.

Die Jongleure lernten, Keulen, Reifen und Bälle mit großer Geschwindigkeit durch die Luft zu schleudern und wieder aufzufangen, die Akrobaten übten die anspruchsvolle Konstruktion des „Neunerturms“. Aus Schulkindern wurden furchtlose Trapezkünstler, die unter der Zirkuskuppel atemberaubende Kunststücke zeigten.
Das war schon beeindruckend, welche Leistungen die Kinder dann in den mitreisenden Vorstellungen beim internationalen Heinz-Barth-Zirkusfestival am Mittwoch und am Donnerstag zeigten! Jedes Kind stand im Rampenlicht, jede Leistung wurde mit tosendem Applaus honoriert. Die Schülerinnen und Schüler haben aber auch gelernt, dass Zirkus nicht nur aus Rampenlicht und Applaus besteht, sondern wie anstrengend das Leben von Zirkusleuten ist. Am jeweiligen Vorstellungstag waren die Kinder von morgens bis abends mit der Generalprobe, Kostümausgabe, Mittagessen, Schminken und schließlich mit den Auftritten beschäftigt. Zum Glück gab es zwischen den Vorstellungen alles, was Kinderherzen höher schlagen lässt: Popcorn, Zuckerwatte, Slush-Eis und anderen Süßkram.
Jedenfalls war es am Freitag verdächtig ruhig. Es war also nicht nur ein Traum. Es ist wirklich passiert. Schaut Euch die Bilder an, die von Euch gemacht wurden! Dann glaubt ihr´s auch.
Mit etwas Wehmut haben wir gemeinsam das Zirkuszelt abgebaut und uns von der Zirkusfamilie Hein, die uns in dieser außergewöhnlichen Woche ans Herz gewachsen ist, verabschiedet. Wenn es klappt, sehen wir uns in 4 Jahren wieder!
Herzlichen Dank den vielen, vielen Eltern, die dazu beigetragen haben, dass die Zirkusprojektwoche ein solch toller Erfolg geworden ist (Zeltaufbau, Ausgabe Mittagessen, Kostümanprobe, Zeltabbau in 55 Minuten). Herzlichen Dank dem Elternbeirat und dem Förderverein für die tolle Unterstützung in der Vorbereitung und während der Durchführung des Projekts. Herzlichen Dank aber auch dem Lehrerkollegium, das nicht nur parallel unterrichtet hat, sondern immer zur Stelle war, wenn es irgendwo klemmte!

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