Die Kurzwoche nach dem Maifeiertag gestaltete sich für die Schülerinnen und Schüler der Heinz- Barth-Schule besonders. Für drei Tage wurde der Stundenplan bei Seite geschoben und Projekttage zum Thema „Kräfte und ihre Wirkungen“ in jahrgangsgemischten Gruppen durchgeführt. Dass manch ein Kind sich mit dem Thema bereits auseinandergesetzt hat und seine Kräfte ausprobiert ist das eine, das Thema aus verschiedenen naturwissenschaftlich-technischen Blickwinkeln zu untersuchen, das andere.

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Bevor es tatsächlich in die Projekttage ging, war jedoch einiges vorzubereiten: Bereits im Dezember und Februar bildete sich das Lehrerkollegium in zwei Veranstaltungen fort. Frau Ehlermann vom KIT (Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt und Schülerlabore) führte in das Thema Naturwissenschaftliches Arbeiten im Sachunterricht“ im Allgemeinen ein um dann den Bogen zu „Kräfte und ihre Wirkungen“ zu spannen. Das Lehrerkollegium hat sich darauf für die Projekttage zwölf Themen überlegt, unter anderen die Luftdruck-Rakete, Zylinder mit Unwucht, verschieden Mobile, das Karussell der Wackeldackel, das Gummibärchen-Katapult, das Auto mit Gummiantriebswelle, aus denen die Kinder drei Angebote wählen konnten.

Eine Arbeitsgruppe um Frau Röller kümmerte sich um die Organisation, d.h. Themenauswahl durch die Schülerinnen und Schüler und die komplizierte Gruppeneinteilung. Immerhin galt es, ca. 220 Kinder nach Wunsch in jeweils drei Angeboten an drei verschiedenen Tagen altersgemischt einzuteilen. Ein anderes Team um Frau Volz kümmerte sich um die Materialbestellung. Für manche Themen war es wichtig, zu Hause das ein oder andere Material vorzubereiten und in die Schule mitzubringen. Das haben die Kinder zuverlässig erledigt. Frau Martini und Frau Ochs schließlich organisierten 15 Tablets aus dem LMZ, um die Projekttage dokumentieren zu können.

Bevor es richtig losging, wurden zur Einstimmung auf die Projekttage in einer halbstündigen Vorführung durch Frau Ehlermann in der Aula vor der versammelten Schülerschaft eindrucksvolle Versuche gezeigt. Dann begaben sich die Schülerinnen und Schüler in die Gruppen, um das von ihnen gewählte Thema zu bearbeiten. Es war schon spannend, mit Kindern aus anderen Klassenstufen zusammenzuarbeiten. Hier wurde sich geholfen und unterstützt, aber vor allem: unabhängig des Alters konnte jedes Kind seine Stärken einbringen.

Am zweiten Tag versammelten wir uns zu Beginn wieder in der Aula, die Gruppen mussten neu zusammengesetzt werden. Das zweite Thema stand an. Je nach Themenwahl kamen ganz neue Gruppen zustande, die sich wieder aufeinander einlassen mussten. Das hat wirklich gut geklappt, die kreative, dynamische, aber konzentrierte (Un-)ruhe war ein tolles Erlebnis. Die pädagogische Konzeption und das Themenangebot sind aufgegangen.

Am dritten und letzten Tag liefen die Projekttage dann schon routiniert ab. Beim Schlussplenum wurde noch einmal klar, dass die Unterbrechung des Unterrichtsalltags durch solche Veranstaltungen bei den Kindern sehr willkommen sind. Über 600 Bilder und Filme aus der Abteilung „Dokumentation“ sind entstanden, die in geeigneter Art und Weise präsentiert werden und die positive Resonanz der Kinder bestätigen.

Für die Drittklässler ging es am 14.05. und 15.05. beim zweiten „OJW-Projekttag“ der Schule fast nahtlos weiter. Bei diesem Tag stand mehr der technisch-handwerkliche Zugang im Vordergrund. Neun Angebote standen zur Wahl: Schmuck herstellen, Schweißen, Schmieden, Drechseln, Kunststoff formen, ein Bienenhotel herstellen u.v.m. Auch hier konnten die Drittklässler wieder drei Angebote auswählen. Ein solcher Tag geht dann bis in den Nachmittag hinein. Wie immer hat unser Förderverein ein offenes Ohr, wenn es um die Unterstützung solcher Projekte geht und hat zur Stillung des Hungers heiße Würstchen im Brötchen finanziert, die von Herrn Henkenhaf zubereitet und in der Mittagspause ausgegeben wurden.

Wie bei den Projekttagen an der Schule war auch beim Projekttag an der OJW eine langfristige Planung notwendig, da nicht nur schulischerseits organisatorische Aufgaben zu bewältigen waren, sondern vor allem in der OJW. Vom Vorgespräch über die Vorbereitung der Werkstätten und der
Materialbesorgung bis hin zur Durchführung braucht es eine Menge Motivation, Kreativität und vor allem Zeit.Unter der Woche ehrenamtliche Stationsbetreuer in dieser großen Anzahl gleich für zwei Tage zur Verfügung zu stellen, ist eine große Herausforderung. Dessen sind wir uns als Schule wohl bewusst und daher sehr dankbar für die Bereitschaft aller ehrenamtlich Beteiligten, ihre Zeit für die Schule zur Verfügung zu stellen. Ohne sie wären diese vielen unterrichtsergänzenden Angebote gar nicht realisierbar.

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