Initiiert vor vielen Jahren von dem Geologen Jörg Schneider kümmert sich das „Werkbüro Boden“ aus dem württembergischen Beuren mit dem Projekt „Farben der Erde“ mit großer Hingabe um das Thema „Boden“, verknüpft es nicht nur Wissenschaft und Kunst, sondern bildet und erzieht zu einem nachhaltigen Umgang mit der Natur und der Umwelt. Ein solches Projekt führen folgerichtig dann auch ein Naturwissenschaftler und eine Künstlerin durch. Ausgangspunkt des Projektes ist der Boden, auf dem wir stehen. Es handelt sich nicht nur um verschiedenartige aufeinander lagernde Schichten, sondern auch um Lebensräume, Wasserspeicher, Werkstoffe usw. 

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Mit den „Farben der Erde“ setzten sich am Donnerstag, den 19.04., die Zweitklässler auseinander und hatten bereits im Vorfeld viele Fragen: Was versteckt sich hinter der Überschrift „Farben der Erde“? Um was geht es? Was müssen wir da eigentlich machen?
Anhand mitgebrachter Bodenprofile neugierig gemacht, konnten die Zweitklässler diese und andere Fragen zur Bodenentstehung, Verwitterung und Färbung, zum Boden als Lebensraum darin und darauf und schließlich zur Sinnhaftigkeit menschlicher Eingriffe in den Boden als Naturraum nicht nur stellen, sondern aus Ihrer Perspektive auch selbst beantworten. Dabei halfen Ihnen die beiden Experten, die Künstlerin, Frau Vetter, und der Geologe, Herr Benkowitsch.
Dass aus dem Boden je nach Erde verschiedene Farben selbst hergestellt und anschließend zu Kunstwerken verarbeiten werden können, hatten die Kinder so nicht erwartet. Zunächst machten sich die Zweitklässler unter der fachkundigen Anleitung von Frau Vetter und Herrn Benkowitsch an die Arbeit, die unterschiedlichen Erden in großen Mörsern mit einem Pistill zu zerkleinern, um sie mit Wasser zu verrühren und schließlich verschiedene Farben herzustellen. An den Gruppentischen im Multifunktionsraum entstanden auf diese Weise viele Farbtöne, mit denen die Schülerinnen und Schüler erst herumexperimentierten, bevor sie sie zu aussagekräftigen Kunstwerken verarbeiteten: Moderne Kunst zum Umwelt- und Naturschutz.
Der pädagogische Ansatz, die Farben aus dem Boden herzustellen, auf dem wir stehen, machte das Projekt „Farben der Erde“ zu viel mehr als zu einer Ergänzung des Kunstunterrichts. Die kompetente Begleitung durch Frau Vetter und Herr Benkowitsch an diesem Tag zeigte den Mehrwert des Projekts „Farben der Erde“ deutlich auf. Herzlichen Dank für einen aufschlussreichen Tag!

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